Entwicklung im Umbruch
Kambodscha zwischen US-Ausstieg, chinesischem Aufstieg und europäischer Verantwortung
Jahresveranstaltung des Sahakom Netzwerks mit der Stiftung Asienhaus
Nach dem Rückzug der USA aus der Entwicklungszusammenarbeit steht Kambodscha vor wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. China baut sein Engagement weiter aus, doch viele bewerten das angebotene Entwicklungsmodell kritisch. Gleichzeitig bleibt unklar, wie Europa auf diese Veränderungen reagiert. Die Veranstaltung bringt Stimmen aus Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Diaspora zusammen, um diese Entwicklungen zu diskutieren.
25. April 2026, 16:00–19:00 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte, Berlin
Eintritt frei, Spenden willkommen
Programm
16:00 Uhr – Begrüßung & Einführung
16:45 Uhr – Dokumentarischer Kurzfilm
17:15 Uhr – Interaktive Diskussion
- Inputs: Ali Al-Nasani, Jasmin Lorch, N.N.
- Moderation: Johannes Vogel, Raphael Göpel
18:30 Uhr – Abschluss & Ausblick
18:45 Uhr – Offenes Ende
Hintergrund
Mit der Auflösung von USAID unter der Regierung Trump hat sich die US-amerikanische Entwicklungszusammenarbeit in Kambodscha abrupt zurückgezogen. Besonders betroffen sind Programme zur Stärkung der Zivilgesellschaft und unabhängiger Medien. Der Rückzug bedeutet einen tiefen Einschnitt in einem Land, in dem internationale Unterstützung bisher eine wichtige Rolle für gesellschaftliche Offenheit spielte.
Seit einigen Jahren ist auch China mit wachsender Präsenz in Kambodscha aktiv und wirbt für ein „neues Entwicklungsmodell.“ Neben staatlichen Projekten sind vereinzelt chinesische NGOs aktiv, die bislang aber eine untergeordnete Rolle spielen. Verschiedene gesellschaftliche Gruppen reagieren unterschiedlich auf das chinesische Angebot. Viele zeigen sich angesichts autoritärer Tendenzen und zunehmender Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Räume besorgt. Auch westliche Akteure vor Ort haben bisher nur wenige Einblicke in die chinesische Entwicklungspolitik.
Dabei nimmt Europa China zunehmend als systemische Konkurrenz wahr, die nicht nur im entwicklungspolitischen Bereich Einfluss gewinnt. Gleichzeitig mehren sich in einigen europäischen Ländern die Anzeichen für eigene entwicklungspolitische Kürzungen. Welche Folgen diese Verschiebungen für Kambodscha haben werden, ist noch offen. Klar ist aber, dass sich die Entwicklungspolitik vor Ort und global im Umbruch befindet.
Die Veranstaltung bringt darum Perspektiven aus der Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und kambodschanischen Diaspora zusammen. Sie lädt dazu ein, unterschiedliche Sichtweisen in den Dialog zu bringen, die europäische Verantwortung zu reflektieren und gemeinsam zu diskutieren, wie Entwicklungspolitik angesichts aktueller Herausforderungen gestaltet werden kann.
Gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des BMZ.
Für den Inhalt dieser Ankündigung ist allein der Sahakom e.V. verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt von Engagement Global oder des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wieder. Im Rahmen der Diskussion geäußerte Meinungen liegen in der Verantwortung der jeweiligen Teilnehmenden. Die Veranstaltenden machen sich die Aussagen der Diskutierenden nicht zu eigen.
Während der Veranstaltung können Fotos gemacht werden, die zu Zwecken der Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit gedruckt und digital veröffentlicht werden. Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklärt ihr euch damit einverstanden. Teilt uns gerne mit, wenn ihr nicht fotografiert werden möchtet.