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Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland liegt in Zentraleuropa und grenzt an die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Österreich, Tschechien, Polen und Dänemark. Die täglichen Durchschnittstemperaturen liegen bei 0°C im Winter und 22°C im Sommer. 

Die Hauptstadt Berlin ist mit rund 3,7 Mio. Einwohner die größte Stadt Deutschlands. Offizielle Währung ist der Euro. Rund 30% der deutschen Bevölkerung sind katholisch-christlich sozialisiert. Wichtige Feiertage sind daher vor allem Weihnachten und Ostern. Auch das evangelische Christentum, der Islam und das Judentum sind wichtige, in Deutschland vertretene Glaubensrichtungen.

Die Geschichte der NS-Zeit und der Teilung BRD / DDR (West und Ost) prägt die gesellschaftlichen und politischen Debatten in Deutschland bis heute. 

Domplatz in Erfurt (Thüringen)

Kultur

Die Kultur der Bundesrepublik Deutschland ist geprägt von weltlichen und religiösen Trends in Europa. Lange Zeit bekannt als das "Land der Denker und Dichter" ist die deutsche Literatur geprägt von Schriftstellern wie Goethe oder Schiller. Viele Traditionen in Deutschland lassen sich auf das Christentum zurückführen, so spielt Advent und Weihnachten mit Weihnachtsmärkten, Adventskalendern etc. auch für die meisten nicht-religiösen Menschen eine eine wichtige Rolle im Winter.  
Zudem gibt es in Deutschland viele beeindruckende Bauwerke, von denen sich viele auch auf der UNESCO Liste der Welterbe wiederfinden. Viele dieser Welterbestätten sind Kirchen und weitere Bauwerke von der Römerzeit bis hin zum Jugendstil.

Erfurt, die Stadt in der sich unser Verein im Dezember 2016 als "Förderverein New Future for Children e.V." gründete, ist für seine wunderschöne restaurierte Innenstadt, den beeindruckenden Domplatz und die malerische Krämerbrücke (Baujahr 1325) bekannt.

Armut trotz Wohlstand

In Deutschland wird regelmäßig die Armutsgefährdungsquote berechnet, die den Anteil der Personen angibt, deren Einkommen weniger als 60% des mittleren Einkommens beträgt. Diese Zahl stieg in den letzten Jahren leicht an und lag 2019 bei 15,9 % 1. Insbesondere junge Erwachsene und Kinder sind stark von Armut gefährdet, aber auch die Haushalte alleinerziehender Personen sind betroffen. Es zeigt sich ein Zusammenhang zwischen niedrigem Bildungsstand und hohem Armutsrisiko. Deshalb ist uns Bildungsgerechtigkeit nicht nur in Kambodscha, sondern auch in Deutschland ein wichtiges Anliegen.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die ungleiche Einkommensverteilung sind noch nicht eindeutig belegt - klar ist aber, dass Personen mit niedrigerem Einkommen besonders vulnerabel sind: Während der mehrfachen Lockdowns und dem digitalen Schulunterricht war es besonders für Familien mit niedrigerem Bildungsstand und geringerem Grundeinkommen eine Herausforderung, die Qualität des Unterrichts zuhause aufrechtzuerhalten.

Gesundheit

Das deutsche Gesundheitssystem ist das Älteste Europas und existiert seit 1880. Die Ärzt:innen und Krankenhäuser gehören zu den besten der Welt und jede Bürger:in hat eine Krankenversicherung und dadurch Anspruch auf Krankenversorgung. Auch deshalb zählt die durchschnittliche Lebenserwartung mit 81 Jahren zu den höchsten der Welt. 

Nichtsdestotrotz kämpft Deutschland mit Gesundheitsproblemen, wie zum Beispiel einer steigenden Rate an Adipositas (Fettleibigkeit). Viele Gesundheitsprobleme stehen im Zusammenhang mit dem sozialen Milieu. Auch hier zeigt sich, dass in Sachen (Ernährungs-)Bildung noch viel zu tun ist, um allen Menschen einen gleichwertige Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Was für eine bedeutende Rolle Ernährung nicht nur für die eigene Gesundheit, sondern auch für einen lebenswerten Planeten spielt, zeigt ein Blick auf Lebensmittel wie Zucker, Kakao und Kafffee, die meist in Ländern des globalen Südens angebaut werden und deren Lieferketten möglichst nachhaltig, fair und transparent gestaltet werden sollten. Im Lernheft "Über den Tellerrand hinaus" von CARE Deutschland e.V. werden diese Zusammenhänge anschaulich dargestellt.

Bildung

Das Bildungssystem in Deutschland ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und ziemlich komplex. Deutschlandweit besteht eine Schulpflicht, die es verbietet Kinder daheim zu unterrichten, sodass jedes Kind in Deutschland 9 bis 10 Jahre eine Schule in Vollzeit besuchen muss. Mehr als 99% der Personen über 15 Jahren können lesen und schreiben. 

Der Schulbesuch, sowie der Besuch einer Universität ist kostenfrei und von hohem Niveau. Ein Universitätsstudium kann durch BAföG zusätzlich vom Staat unterstützt werden.

Trotzdem ist die Schullaufbahn noch immer stark abhängig von Beruf und Einkommen der Eltern. Personen ohne Akademiker:innen in der Familie sind an der Universität weniger oft anzutreffen als Menschen, von denen mind. ein Elternteil ein Studium absolviert hat. 

Geschlechtergerechtigkeit

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt". Seit 1949 ist im Grundgesetz die Gleichbehandlung der Geschlechter festgeschrieben. 

Auch das Sustainable Development Goal 5 der UN sieht vor, Geschlechtergleichstellung zu erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.

Trotzdem ist leider auch in Deutschland noch ein traditionelles Rollenbild in vielen Köpfen verankert. In vielen Haushalten ist nach wie vor der Vater Hauptverdiener, während die Mutter nicht oder in Teilzeit arbeitet und darüber hinaus (mehr) Verantwortung für Kinder und Haushalt trägt.

Dass eine vollständige Gleichberechtigung auch in Deutschland noch nicht realisiert ist, zeigt sich z.B. anhand der ungleichen Bezahlung, dem sogenannten Gender-Pay-Gap. Auch unbezahlte Care-Arbeit für Kinder, Alte und Kranke und ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement wird häufiger von Frauen geleistet als von Männern.

Gleichzeitig sind Frauen sind stärker von Armut, insbesondere von Altersarmut betroffen. Auch in Politik und in Führungspositionen in der freien Wirtschaft sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert.

Auch Gewalt gegen Frauen und sexuelle Belästigung sind in Deutschland Probleme, die noch gelöst werden müssen. Doch immer mehr Initiativen zu Female Empowerment und Gender Equality wie die #MeToo-Bewegung regen Politiker:innen zum Umdenken an und beschleunigen die Unternehmungen zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft.

Geschichte

Neben der Periode der Römer und später des deutschen Reichs und der Weimarer Republik ist Deutschland vor allem geprägt von seiner jüngeren Geschichte, vom 2. Weltkrieg und der Teilung und Vereinigung Deutschlands anschließend. 1939 bis 1945 dauerte der 2. Weltkrieg an, aber Adolf Hitler beeinflusste die Politik Deutschlands schon davor. 1933 wurde er der Kanzler Deutschlands und damit begann seine Schreckensherrschaft. In den Jahren bis zum Ende des Krieges wurden insgesamt 17 Millionen Menschen ermordet, darunter 6 Millionen Juden, 275.000 Personen mit Behinderung, tausende homosexuelle Menschen. Die Machenschaften Hitlers reichten weit über Deutschland hinaus und betrafen weite Teile Europas. Nachdem Deutschland 1945 schließlich kapitulierte, endete der Krieg und Deutschland wurde in vier Besatzungszonen geteilt. 1949 vereinigten sich die französische, britische und US-amerikanische Zone zu Bundesrepublikt Deutschland, im Volksmund Westdeutschland genannt. Der Osten blieb weiterhin unter dem Einfluss der Sowjetunion. Die Spannungen zwischen Ost- und Westdeutschland wurden immer stärker. 1961 wurde die Berliner Mauer errichtet, die Ost- von Westberlin trennte und zahlreiche Familien teilte, in den folgenden Jahren schauten viele Bürger in den Westen für Freiheit und Wohlstand. Nicht wenige flohen aus Ostdeutschland nach Westdeutschland. 1989 fiel schließlich die Berliner Mauer, anschließend fiel auch die Sowjetunion und 1990 kam es schließlich zur offiziellen Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland zur heutigen Bundesrepublik Deutschland. Doch auch heute noch prägt die jahrelange Teilung Deutschlands das Leben und es gibt nach wie vor Vorurteile und Lebensunterschiede zwischen den Teilen Deutschlands. Diese zu überwinden ist eine wichtige Aufgabe der nächsten Jahre.